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Ich habe Krampfadern - darf ich dennoch saunieren?

Utensilien für einen Aufguss in der finnischen Sauna in der Jod-Sole-Therme von Bad Bevensen ©© Petra Wanzki - Fotolia.com

Entgegen der landläufigen Meinung werden Krampfadern durch Saunabaden nicht  verschlimmert, lediglich auf die angepasste Anwendung kommt es an! 

Die Auffassung man dürfe mit Krampfadern nicht in die Sauna gehen, ist nur bedingt richtig. Krampfadern stellen keine generelle Kontraindikation zum Saunieren dar. Richtig ist aber: Sie müssen das Verhalten in der Sauna auf die Art des Krampfaderleidens (Varikose) abstimmen.

Generell kann eine vernünftige Saunaanwendung, insbesondere zu Beginn einer primären Varikose, eine Ergänzung zu anderen vorbeugenden Maßnahmen wie das Tragen von Stützstrümpfen und Training der Muskelpumpe durch entsprechende Übungen oder allgemeiner Bewegung darstellen. 

Bei einer primären Varikose wird nach allgemeinen Erfahrungen das Saunieren gut vertragen und auch als angenehm empfunden. Generell sollten solche Patienten die Dauer der Wärmephase bei den einzelnen Saunagängen nicht übertreiben und die Temperatur eher etwas niedriger wählen. Acht bis zwölf Minuten liegend auf der zweiten Bank verbracht sind aber durchaus vertretbar. 

Liegen ist generell besser als Sitzen, weil es die Entspannung fördert und den gesamten Körper in einer einzigen Temperaturzone ruhen lässt. Darüber hinaus ist eine liegende Position günstiger für den Blutrückfluß. Wird die zweite Bank als Liegefläche gewählt, so könnte man von Zeit zu Zeit die Beine auf die dritte Bank hochlagern. Fußkreisen unterstützt den venösen Blutrückfluß zusätzlich. Ungünstig ist es, die Beine in der Sauna von der Bank herabhängen zu lassen, hierbei würde sich das Blut in den Beinvenen sammeln. 

Nach Verlassen der Sauna ist es wichtig die Beine sogleich mit kaltem Wasser abzugießen. Anschließend ist die Betätigung der „Muskelpumpe“ durch Umhergehen empfehlenswert. Sich gleich zu setzen wäre nachteilig, einfach nur zu stehen sollte man auf jeden Fall vermeiden! 

Bei einer chronisch venösen Insuffizienz (postthhrombotisches Syndrom) und einer arteriellen Beteiligung an vorliegenden peripheren Durchblutungsstörungen können sowohl in der Sauna als auch bei den Abkühlmaßnahmen Beschwerden auftreten, worauf das Saunabaden zu unterlassen wäre. 

Bei erst kurz zurückliegenden Beinvenenthrombosen oder Entzündungen der Venenwände (Thrombophlebitis) sollte auf Saunaanwendungen ebenfalls verzichtet werden. 

Bei eventuellen Unklarheiten fragen Sie bitte Ihren behandelnden Arzt.   Mehr Tipps

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