Keine Sorge, der Flüssigkeitsverlust durch Saunabaden ist völlig unbedenklich. Er ist sogar erwünscht und Zeichen der so genannten "Entschlackung". Damit umschreiben wir gewöhnlich den Prozess, der entsteht, wenn das Blut dem Körpergewebe Wasser entzieht und dabei auch Stoffwechselrückstände über die Nieren ausgeschieden werden.
Um diesen Effekt nicht zu behindern, sollten Sie zwischen den Saunagängen nicht trinken. Nach dem Saunabaden spricht allerdings nichts gegen ein erfrischendes Getränk. Menschen mit Nierenbeschwerden sollten die über die Haut ausgeschiedene Flüssigkeit — nach dem Saunabaden — unbedingt ersetzen.
Ein Sauna-gewohnter Mensch scheidet in der Sauna etwa 20 – 40g Flüssigkeit je Minute über die Schweißdrüsen aus. Bei drei empfohlenen Saunagängen können das durchaus 0,5 bis 1,5 Liter sein — was sich bei der Gewichtskontrolle vor und nach dem Bad nachvollziehen lässt (wenn man nicht zwischendurch trinkt).
Die ausgeschiedene Flüssigkeit stammt zunächst aus dem Blutkreislauf. Das zirkulierende Blut wird dabei vorübergehend minimal eingedickt. Der Körper ist jedoch bestrebt, die Zusammensetzung des Blutes möglichst konstant zu halten. Wenn keine Flüssigkeit durch Trinken zugeführt wird, greift der Körper zur Selbsthilfe: Das benötigte Wasser holt er sich aus Muskulatur, Fett-und Bindegewebe. Eine Stunde nach dem Saunabaden ist das Blut dann wieder ausreichend "verdünnt".
Menschen mit Ödemen bekommen diesen Effekt sichtbar zu spüren: Die Wasseransammlungen im Gewebe können sich durch das Saunabaden deutlich verringern oder sogar ganz verschwinden.
Mit dem Wasser werden dem Gewebe auch Stoffwechselrückstände entzogen, z.B. Milchsäure aus den Muskeln nach sportlicher Betätigung oder schwerer körperlicher Arbeit. Oder Salz: Mit jedem Liter Schweiß verliert der Körper etwa 5g Kochsalz - von dem wir gewöhnlich ohnehin zu viel zu uns nehmen.
Die so geförderte „Innenreinigung“ der Körpergewebe wird als wesentliche Dauerwirkung regelmäßigen Saunabadens angesehen. Die in das Blut gelangten Abbaustoffe werden nicht nur durch die Schweißdrüsen, sondern hauptsächlich über die Nieren ausgeschieden. Nach dem Saunabaden ist der Harn deshalb auch konzentrierter und dunkler.
Der so genannte "Entschlackungseffekt" tritt allerdings nur auf, wenn man während des Saunabadens auf Flüssigkeitszufuhr durch Trinken verzichtet. Wie heißt es doch so schön: "Der Körper ist ja auch nur ein Mensch" — warum sollte er sich die Mühe mit dem Stoffwechsel machen, wenn er die verlorene Flüssigkeit leichter über ein Getränk bekommen kann? Mehr Tipps