Das Tragen von Kontaktlinsen ist im Bad eher nicht zu empfehlen - aber bei sorgfältigem Umgang auch in der Sauna möglich. Hier helfen insbesondere neu entwickelte Materialien mit vermehrter Sauerstoffdurchlässigkeit und Wasserbindung sowie modifizierte Oberflächen der Kontaktlinsen. Wer mit Kontaktlinsen in die Sauna gehen will, sollte wegen der Infektionsgefahr nach Möglichkeit weiche Einmal-Linsen tragen.
Vermeiden sollte man, dass Kontaktlinsen mit Wasser in Kontakt kommen. Zum einen natürlich wegen des nicht unerheblichen Verlustrisikos, zum anderen aber auch wegen der Infektionsgefahr: Mit dem Wasser können Keime zwischen Hornhaut und Kontaktlinse gelangen, werden dann wegen des reduzierten Tränenfilms nicht ausreichend ausgespült und gelangen so unter Umständen noch in den Kontaktlinsenaufbewahrungsbehälter.
Einfache Abhilfe kann bei allen Wasseranwendungen das Tragen einer Schwimmbrille schaffen.
Durch die trocken-heiße Luft im Saunaraum verdunstet der schützende Tränenfilm der Augen leicht. Da die Kontaktlinse auf der Hornhaut „schwimmt“ und dazu die Tränenflüssigkeit braucht, kann das zu Beschwerden führen.
Das Tropfen von Tränenersatzflüssigkeit kann hier Linderung bringen. Das Schließen der Augen im Saunaraum vermindert zwar eine erhöhte Verdampfung des Tränenfilms, bewirkt aber eine verminderte Sauerstoffversorgung der Hornhaut. Sind die Augen geschlossen, sinkt die Sauerstoffversorgung rasch auf etwa ein Drittel des Wertes bei geöffneten Augen ab.
In den vergangenen Jahren wurden Kontaktlinsen aus Silikon entwickelt, die eine sehr hohe Sauerstoffdurchlässigkeit haben, häufig in Kombination mit Materialien, die eine hohe Wasserbindung und damit „tränensparende“ Eigenschaften haben. Diese gewährleisten auch unter den saunatypischen Klimabedingungen eine nahezu optimale Versorgung der Hornhaut mit Tränenflüssigkeit und Sauerstoff. Mehr Tipps